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Veranstaltungsbericht

Infoversaltung des Auswärtigen Amtes

13.10.2017: Fachgespräch in der TGH zum Thema Einbürgerung in Hamburg für eine Delegationsgruppe aus Mitteleuropa, die auf Einladung des Auswärtigen Amtes an einer Informationsreise zum Thema „Migration, Integration und Flucht“ teilgenommen haben: (englischsprachig):
„Naturalization in Hamburg“

Nach der Begrüßung und Vorstellungsrunde haben Tülin Akkoç (Projektleitung) und Aramak Erk, Koordinatorin für die iranische und afghanische Community den Teilnehmer*innen die Hamburger Einbürgerungskampagne vorgestellt. Danach haben sie gemeinsam mit den Teilnehmer*innen die Vorteile und Rechte der deutschen Staatsbürgerschaft aufgezeigt. Anschließen wurden die rechtlichen Voraussetzungen der Einbürgerung in Deutschland vorgestellt sowie die aktuelle Regelung zur doppelten Staatsbürgerschaft näher vorgestellt.

 

 

Im

 

 Anschluß wurden Fragen der Teilnehmer beantwortet und verschiedene Aspekte gemeinsam diskutiert. Eine Frage einer Teilnehmerin aus der Slowakei war beispielsweise, warum in Deutschland für die Einbürgerung bzgl. der Deutschkenntnisse nur B1 erforderlich sei und dass es ja im Vergleich zu anderen Ländern relativ einfach ist. Tülin

Akkoç hatte erklärt, dass es sein kann, vielleicht für Akademiker oder Schnell-

Le

rner es einfach erscheint, den Deutschtest mit B1 zu bestehen, aber es dennoch nicht zu unte rschätzen sei. Es gibt viele, für die das eine große Herausforderung ist, zumal es auch Fälle gibt, die in ihrer Schule nicht ausreichend oder vielleicht überhaupt nicht zur Schule gegangen sind. Auch von Analphabeten wird dieses Zertifikat in der Regel erwartet. Zudem reicht nicht nur das B1-Niveau des Sprechens aus, sondern eben auch die gramm

atikalischen

Anforderungen.

Zudem wurden die Projektvertreterinnen gefragt, welches Interesse eine Stadt haben könnte, dieses Thema zu fördern. Die Teilnehmer konnten zunächst nicht nachvollziehen, warum eine Stadt ihre ausländischen Einwohner durch eine solche großangelegte

Einbürgerung-Kampagne fördert und unterstützt werden, sich einbürgern zu lassen.

Es geht darum, den Menschen, die schon länger in Hamburg und in Deutschland leben, ein Signal zu geben, dass sie hier willkommen sind, dass sie als Mitbürger auch gleiche Rechten (und aber auch Pflichten) haben, wie alle anderen. Nur durch Partizipation kann auch Integration erfolgreich sein.

Infostand beim Lateinamerika-Festival Mixturas

¿Interés en la nacionalidad alemana?

Am 16.09.2017 hat die Diakonie und verikom das Lateinamerika Festival „Mixturas“ organisiert. Neben einem tollen Musik- und Kulturprogramm gab es viele Informationen zu Migrationsfragen. Das Einbürgerungsprojekt „Ich bin Hamburger!“ hatte bei dieser Veranstaltung einen Infostand, der von unserem Kollegen Jaime Cedeño betreut wurde.

Als Koordinator für die lateinamerikanische und spanischsprachige Community im Einbürgerungsprojekt konnte er dabei vielen Einbürgerungsinteressierten alle Fragen rund um das Thema Einbürgerung beantworten. Bei Bedarf natürlich sogar in spanischer Sprache.

Für Fragen oder einen persönlichen Termin können Sie sich bei Herrn Cedeño gerne melden!

Jaime Cedeño
für die lateinamerikanische bzw. spanischsprachige Community
mobil: 0152-343 926 57
jaime.cedeno@tghamburg.de

Fortbildung – Einbürgerungsprojekt

Hamburg hat die höchste Einbürgerungsquote in ganz Deutschland. Das mag auch daran liegen, dass wir in Hamburg engagierte Menschen in der Einbürgerungsbehörde und im Einbürgerungsprojekt “Ich bin Hamburger!” haben, die gemeinsam im Zusammenspiel von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen aber auch im Zusammenspiel MSO/NGO und Behörde ein gutes Miteinander und eine kontinuierliche u. vertrauensvolle Zusammenarbeit pflegen.
Am 11. Mai 2017 (18:00 – 20.30Uhr) fand in der Türkischen Gemeinde Hamburg die „Schulung für Einbürgerungslotsen, Einbürgerungskoordinatoren und Multiplikatoren zum Thema Einbürgerung“ statt.

Die Fortbildung wurde so konzipiert, dass sowohl neue Einbürgerungslotsen*innen ein gutes Basiswissen vermittelt bekommen u. gleichzeitig auch erfahrene Teammitglieder ihr Wissen auffrischen bzw. neues Wissen vermittelt bekommen.

Die Schulung wurde gemeinsam mit Tülin Akkoç (Leiterin des Einbürgerungsprojektes) und Frau Waltraud Hadler (Referatsleiterin der Einbürgerungsbehörde) durchgeführt.

Mit den Teilnehmer*innen wurden folgende inhaltliche Fragestellungen bearbeitet:
• Was sind die Voraussetzungen für die Einbürgerung? Was sind die Vorteile einer Einbürgerung?
• Warum gibt es die Einbürgerungskampagne? Wie sind die Zahlen der Einbürgerungen in Hamburg im bundesdeutschen Vergleich?
• Wer darf mehr als eine Staatsbürgerschaft haben?
• Was ist der Unterschied zwischen einer Anspruchs – und einer Ermessenseinbürgerung? Was bedeutet „im Ermessen“?
• Wie kann ich als Einbürgerungslotse/ als Multiplikator den Einbürgerungsinteressierten helfen? Worauf ist zu achten?
• Welches „Handwerkszeug“ bekomme ich mit in die Hand, um meine ehrenamtliche Tätigkeit als Einbürgerungslotse

Die rechtlichen Grundlagen zur Einbürgerung wurden zusätzlich anhand von Fallbeispielen erarbeitet.

Zudem wurde für die Ausübung der Tätigkeit als ehrenamtliche/r Einbürgerungslotsen folgende Fragestellungen ausgearbeitet:
• Welche Aufgaben habe ich als Lotse?
• Welche Hürden/ Herausforderungen könnte es in meiner Tätigkeit geben?
• Welche Softskills sollte ich mitbringen?
• Wie kann ich meine Lotsentätigkeit nachweisen?

Einbürgerungslotsen treffen mit dem Bundespräsidenten im Rathaus

Einbürgerungslotsen haben sich am 23.01.2018 mit dem Bundespräsidenten im Rathaus getroffen

Zum Abschluss seines zweitägigen Besuchs nahm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit seiner Frau Elke Büdenbender zusammen mit Bürgermeister Scholz an der 44. Einbürgerungsfeier im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses teil. Er rief die eingebürgerten Deutschen auf, Deutschland aktiv mitzugestalten. Als deutsche Staatsbürger sollten sie sich nun einbringen – “voll und ganz”, sagte Steinmeier. Sie hätten das Recht zu wählen und sich selbst wählen zu lassen und somit ein Mandat zu übernehmen. Beides trage dazu bei, “uns als Gesellschaft zusammenzuführen und Zusammenhalt auf Dauer zu stiften”.

Im Anschluss an den offiziellen Teil haben sich die Teammitglieder des Einbürgerungsprojektes gemeinsam mit den Kollegen*innen aus der Einbürgerungsbehörde mit dem Bundespräsidenten und seiner Frau zum Austausch getroffen.
Der Bundespräsident war nicht nur vom Engagement der Verwaltung und den ehrenamtlichen Einbürgerungslotsen beeindruckt, sondern lobte gleichzeitig die gute Zusammenarbeit zwischen diesen.

„Diese gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit hat sich in den letzten sieben Jahren stetig aufgebaut. Dies geschieht nicht von heute auf

morgen. Es ist ein ständiger Prozess, an dem wir gemeinsam weiter arbeiten“ so Tülin Akkoç, Leiterin des Projektes. Auch die Hürden beim Ausbürgerungsprozess, welche auf Grund der aktuellen Gesetzgebung in vielen Fällen notwendig ist, wurden bei diesem Gespräch angesprochen.

Das Einbürgerungsprojekt „Ich bin Hamburger!“, welches im April 2010 startete, ist ein kultur- und herkunftsübergreifendes Projekt der Türkischen

Gemeinde Hamburg und Umgebung e.V. (TGH) und begleitet die Einbürgerungsimagekampagne Hamburg. Mein Hafen. Deutschland. Mein Zuhause. der Stadt Hamburg (BASFI) und die Briefoffensive des Ersten Bürgermeisters seit Ende 2011. Es ist ein kostenloses und

niedrigschwelliges Beratungs- und Begleitungsprojekt, in dem hauptamtliche Kollegen_innen sowie über 60 ehrenamtliche Einbürgerungslotsen aus über 20 verschiedenen Herkunftsländern Einbürgerungsinteressierten beim Einbürgerungsprozess unterstützen.

In Hamburg sind im vergangenen Jahr insgesamt rund 5.600 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit eingebürgert worden. Damit hat Hamburg die höchste Einbürgerungsquote aller Bundesländer. Mit 813 Einbürgerungen im Jahr 2017 liegt Afghanistan noch vor der Türkei (rund 500 Einbürgerungen)

 

Weitere Veranstaltungsberichte zu dem Projekt

Infoversaltung Des Auswärtigen Amtes
Infostand Beim Lateinamerika-Festival Mixturas
Fortbildung – Einbürgerungsprojekt
40. Einbürgerungsfeier

 

Vortragsreihe: Gespräch mit Hassan Ali Djan über sein Buch Afghanistan. München. Ich

Vortragsreihe: Gespräch mit Hassan Ali Djan über sein Buch Afghanistan. München. Ich

Aktivität mit dem Autor Hassan Ali Djan haben wir über sein Buch Afghanistan. München. Ich und über seine Erfahrungen als junger Mann auf der Flucht gesprochen. Die Veranstaltung fand statt im Rahmen der Vortragsreihe des Projektes »Neue Wege – Prävention von Antisemitismus«.

Die Moderation übernahm Yasar Aydin; nach einer kurzen Projektvorstellung trat er in einem Gespräch mit dem Autor ein. Eröffnet wurde das Gespräch mit Fragen über die Motivation, ein Buch über die Flucht und Erfahrungen als junger Flüchtling in Deutschland zu schreiben, sowie über Fragen der Identität, Heimat, Diskriminierung etc.

Termin und Uhrzeit 01.11.2017, von 18:30 bis 20:30 Uhr
Ort der Veranstaltung

 

TGH-Haus, Saal
Teilnehmer

 

Insgesamt 17 Personen haben an der Veranstaltung teilgenommen, davon ca. 7 Jugendliche mit Migrations- bzw. Fluchterfahrung.

Das Publikum war sehr interessiert, was an der regen Diskussion erkennbar war. Mit einigen aus dem Publikum konnte ich zum Schluss über das Projekt Neue Wege unterhalten; sie wurden in unserem Verteiler aufgenommen…

 

 

 

 

 

Veranstaltung der TGH am 21.09.2017 zur Bundestagswahl

 Die Türkische Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. (TGH) hat am 21.09.2017 kurz vor der Bundestagswahl Spitzenkandidat_innen und Kandidat_innen etablierter Parteien für die Bundestagswahl 2017 in die TGH-Räumlichkeiten zu einer politischen Debatte eingeladen. Anja Hajduk (B90/Grüne), Katja Suding (FDP), Dr. Matthias Bartke (SPD), Marcus Weinberg (CDU) und Fabio de Masi (Linke), die alle in den Bundestag wieder oder erstmals eingezogen sind, haben insbesondere zu den für eine Migrantenselbstorganisation wichtigen Fragestellungen und Aspekten wie u.a. dem Kommunalwahlrecht für Drittstaatsangehörige, doppelte Staatsbürgerschaft, Ein- und Zuwanderung, Diskriminierung und Teilhabe von Migranten Stellung bezogen.

In der gut besuchten Veranstaltung stellten die Teilnehmer viele Fragen und äußerten sich in Beiträgen stellenweise sehr kritisch über einzelnen Positionen der Parteien. Der von einem Team des Hamburger Jugendrings betreute Wahl-O-Mat wurde vor der Veranstaltung sehr gut angenommen.

40. Einbürgerungsfeier

Am 14.07.2017 hatte der Erster Bürgermeister Olaf Scholz im Rahmen der 40. Einbürgerungsfeier wieder mehrere hundert „Neubürger“ im Rathaus begrüßt, die vor kurzem die deutsche Staatsangehörigkeit erworben haben.

Unter dem Motto “Hamburg. Mein Hafen. Deutschland. Mein Zuhause.” wurden die Gäste im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses begrüßt.

Auch die Einbürgerungslotsen waren bei diesem besonderen Anlass dabei und nutzen die Gelegenheit, mit “Stargast” Yared Dibaba klönschnack zu betreiben.

Die im Jahr 2011 gestartete und zunächst 2015 abgeschlossene Einbürgerungsinitiative geht unterdessen in die nächste Runde: Etwa 21.000 Personen, die aufgrund der aufenthaltsrechtlichen Voraussetzungen für eine Einbürgerung in Frage kommen, erhalten einen Brief des Ersten Bürgermeisters mit rechtlichen Informationen und dem Angebot eines Beratungsgesprächs.

Seit dem Start der Initiative des Bürgermeisters erhielten in Hamburg 34.122 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft. 2017 stammen die meisten Eingebürgerten aus Afghanistan, gefolgt von der Türkei und Polen. Mit der höchsten Einbürgerungsquote steht Hamburg im Ländervergleich nach wie vor bundesweit an der Spitze. An diese Erfolge soll die Neuauflage der Informationskampagne anknüpfen.

Angeschrieben werden alle ausländischen Hamburgerinnen und Hamburger, die bei der vergangenen Einbürgerungsinitiative noch nicht die Voraussetzungen erfüllt hatten, mittlerweile aber für eine Einbürgerung in Betracht kommen.

Informationen über den Weg zur Einbürgerung und die rechtlichen Bedingungen können auf der Internetseite www.einbuergerung.hamburg.de abgerufen werden.

 

 

 

Lesung und Diskussion im Rahmen eines Kamingesprächs

Die türkische Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. (TGH) möchte in der neuen Reihe der Kamingespräche mehrmalig im Jahr Termine anbieten, an denen aktuelle Literatur, Prosa, populärwissenschaftliche und wissenschaftliche Publikationen vorgestellt werden.

Beim ersten Event dieser Reihe am Mittwoch, den 22. März 2017 hatten wir mit Nuray ÇEŞME die Autorin von Der Wille versetzt Berge: Aus dem Leben einer türkischen Gastarbeiterfamilie (Stuttgart: Dualedition 2016) zu Gast.

Frau ÇEŞME verarbeitet in diesem vielbeachteten Erstlingswerk ihren Schmerz über den Verlust des geliebten Vaters und stellt sein Leben als Gastarbeiter in den Mittelpunkt Ihrer Erzählung. Nicht wenige der sehr amüsanten und stellenweise auch sehr nachdenklichen Erlebnisse sind in dieser Form oder doch sehr ähnlich vielen sogenannten Gastarbeitern der ersten Generation widerfahren. Und trotz alledem haben viele der ersten Generation ein sehr positives Deutschlandbild und verbinden ihre Erinnerungen mit einem großen Dank.

Durch das Programm geführt hat Dr. Yaşar AYDIN, der unter dem Aspekt Wie lässt sich das deutsch-türkische Migrationsgeschehen und Zusammenleben in 10 Bildern erklären.
In das Thema eingeführt hat.

Verlagskontakt
www.dualedition.de