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Broschüre zum Projekt »Neue Wege – Prävention von Antisemitismus«

By 9. März 2020 No Comments

Sehr geehrte Damen und Herren,

diese Broschüre, die Sie hier downloaden und in Kürze bei uns in der Printversion lesen können, ist das Ergebnis des Projektes „Neue Wege – Prävention von Antisemitismus“, das wir gemeinsam mit dem Anne Frank Zentrum und der Jüdischen Gemeinde Hamburg durchgeführt haben. Ich spreche allen, die uns bei unserem Engagement gegen Antisemitismus unterstützt haben meinen herzlichen Dank aus.

Das Projekt hat jungen Menschen ermöglicht, in Workshops und Veranstaltungen sowie auf Bildungsreisen über manifeste und latente Formen
des Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart kritisch zu reflektieren und eine politische Haltung gegen Antisemitismus zu stärken.
Die Jugendlichen haben nicht nur an Workshops zum Thema Diskriminierung, Flucht und Vertreibung und Verschwörungstheorien sowie diversen Exkursionen teilgenommen, sie haben auch Ausstellungen zum Beispiel über Gustav Oelsner und Anne Frank organisiert, haben durch
die Wanderausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ geführt, sich in ihrem Umfeld als Multiplikator/-innen engagiert und
jüdische Biographien mit Hamburg Bezug recherchiert.

Besonders fruchtbar war für uns während der Projektzeit – November 2015 bis Ende 2019 – die Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner Anne Frank Zentrum und der Jüdischen Gemeinde Hamburg. Die Zusammenarbeit mit dem Anne Frank Zentrum ermöglichte uns, unsere
pädagogischen Kenntnisse zu erweitern und zu vertiefen. Dank der Jüdischen Gemeinde konnten wir die Perspektive der Jüdinnen und
Juden einbeziehen und spannende interreligiöse Gespräche führen.

Antisemitismus, Rassismus und Islamfeindlichkeit erstarken, ziehen immer mehr junge Menschen in ihren Bann und bilden den Nährboden für rechtsextremistische und terroristische Gewalt. Wir nehmen Antisemitismus als ein gesamtgesellschaftliches Problem ernst und möchten unsere Projektarbeit auf dem Gebiet der Antisemitismusprävention fortsetzen. Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus sehen wir als einen Prozess ohne Endpunkt und möchten sie vor allem innerhalb der türkischen Community in Hamburg weiterführen.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre!

Jakub Wozniak,
Geschäftsführer der Türkischen Gemeinde Hamburg und Umgebung e.V

 

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