Die Hauptzielgruppe des Projektes sind Jugendliche und Jungerwachsene, insbesondere junge Menschen aus Regionen mit hoher multi-kultureller Bevölkerungsstruktur sowie aus strukturschwachen Regionen oder aus bildung- und beteiligungsfernen Milieus. Mit den verschiedenen Aktivitäten und Maßnahmen im Projekt sollen im Jahr  min. 50 Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund erreicht werden.

Wir möchten neue niedrigschwellige und attraktive Ansätze zur Stärkung des Engagement und des Ehrenamtes bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund erarbeiten, die sowohl für junge Menschen persönlich als auch für die Gesellschaft von großer Relevanz sind. Dazu gehören aus unserer Sicht grob ein Engagement in den Bereichen Migration genauer Empowerment und soziale Innovation in der Nachhaltigkeit. Ein Schwerpunkt unsere Arbeit wird darin liegen, einen Empowerment-Ansatz zu verfolgen der sich an eigene Geschichten und Ressourcen orientiert. Wir wollen mit Hilfe von Dialogrunden bzw. Seminaren, Stadttouren mit Migrationsbezüge und Austausch verschiedene Generationen, Orte und Möglichkeiten schaffen für die Jugendlichen mit Migrationshintergrund, wo sie über sich und ihre (Groß-)Eltern reflektieren, Erfahrungen und Wissen austauschen können, die sie von der Mehrheitsgesellschaft unterscheidet. Ein Aspekt wird die Erinnerung bzw. Annerkennungsskultur sein, weil u.a. die Anerkennung der 1. Generation der Gastarbeiter obsolet ist. Auch werden wir den Fokus auf eigene Ressourcen wie u.a. Bilingualität oder bikulturelle Kompetenz und Flexibilität legen, die aus der Mehrheitsgesellschaft selber nicht thematisiert werden.

Ein zweiter Schwerpunkt wird dabei sein zu zeigen, dass insbesondere zukünftige  Herausforderungen gemeistert werden sollen und man sich in einigen Bereich engagieren kann, die sehr im Trend liegen. Wir möchten Jugendlichen zeigen, dass industrielle Produktion durch „eigene“ Leistung und eigenes aktiv werden, substituiert werden kann. Zu den aktuellen urbanen Phänomenen zählen soziale Bewegungen und Innovationen wie u.a. DIY (Do It Yourself), Upcycling, Repair Cafes, Fablabs, Crafting uvm.  Bei der Auswahl wollen wir Jugendliche von Anfang miteinbeziehen und denken dass besonders ihre kulturelle Kompetenz entscheidend ist. Eine Möglichkeit des selbst Tätigwerdens, gesteigerte Lebenszufriedenheit und Nachbarschafts- und Netzwerkpflege sind die Ergebnisse. Die Tätigkeit, z. B. die Reparatur eines Smartphones, Programmierung einer App oder die Produktion von eigener Kosmetik, schafft nicht nur Wissen und Vertrauen, sondern vor allem Handlungsfähigkeit und Einflussnahme in das eigene Leben und einen Beitrag zur Gesellschaft. Solche Formen des Engagements senden auch politische Signale, die mehr Demokratie und Partizipation fordern. Die Kunst der Selbsthilfe. Neben einen wissensorientierten Ansatz mit Selbstreflexion und der Auseinandersetzung mit der eigenen Community, ist es von großer Bedeutung Menschen an Gestaltungsprozesse mitzuwirken lassen, wo sie kreativ und handwerklich tätig sein können. Deswegen werden Workshops zu Themen der Nachhaltigkeit stattfinden, wo Jugendliche eigene Produkte herstellen, die sie in ihrem Sozialraum präsentieren und vertreiben können.

 

Projektziel 1: Empowerment zur gesellschaftlichen Teilhabe und zur Stärkung des politischen Engagements von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Projektziel 2: Stärkung des kreativen und handwerklichen Ehrenamtes und Engagements im Bereich des Umweltschutz bzw. Nachhaltigkeit

Projektziel 3: Aufbau einer generationsübergreifenden Annerkennungs- und Erinnerungskultur zur Geschichte der Migration in Hamburg .

Projektziel 4: Interkulturelle Öffnung von lokalen Trägern mit untypischen Tätigkeitsfeldern von Menschen mit Migrationshintergrund (Umweltschutz, Seniorenarbeit, Behindertarbeit, Katastrophenschutz, uvm.)

Projektziel 5: Aufbau einer Anlaufstelle für freiwilliges Engagement für Jugendliche mit Migrationshintergrund