Türkische Gemeinde in Hamburg
und Umgebung e.V.
Hamburg ve Çevresi Türk Toplumu

 

Neue Geschäftsführung bei der Türkischen Gemeinde Hamburg

TGH-Pressemitteilung

Hamburg, 01.02.2018

Am 01. Februar 2018 hat Jakub Wozniak die Geschäftsführung der Türkischen Gemeinde und Umgebung e.V. übernommen. Er folgt damit Dirk Tröndle, der sich beruflich nach Berlin orientiert hat. Jakub Wozniak, Hamburger Sozialökonom, arbeitete bereits während seines Studiums der Fächer Wirtschafts- und Arbeitsrecht (BA) und Governance (MA) als wissenschaftlicher Mitarbeiter für verschiedene Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft und des Deutschen Bundestages. Zuletzt war er politischer Referent auf Verbandsseite in Berlin und als Politikberater in Hamburg tätig.
Kontakt: Jakub Wozniak, Hospitalstrasse 111, 22767 Hamburg
Telefon:040/ 413 66 09-13 E-Mail: jakub.wozniak@tghamburg.de
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Einbürgerungslotsen haben sich am 23.01.2018 mit dem Bundespräsidenten im Rathaus getroffen

Pressemitteilung

Hamburg, den 23.01.2018

Einbürgerungslotsen haben sich am 23.01.2018 mit dem Bundespräsidenten im Rathaus getroffen

Zum Abschluss seines zweitägigen Besuchs nahm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit seiner Frau Elke Büdenbender zusammen mit Bürgermeister Scholz an der 44. Einbürgerungsfeier im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses teil. Er rief die eingebürgerten Deutschen auf, Deutschland aktiv mitzugestalten. Als deutsche Staatsbürger sollten sie sich nun einbringen – „voll und ganz“, sagte Steinmeier. Sie hätten das Recht zu wählen und sich selbst wählen zu lassen und somit ein Mandat zu übernehmen. Beides trage dazu bei, „uns als Gesellschaft zusammenzuführen und Zusammenhalt auf Dauer zu stiften“.

Im Anschluss an den offiziellen Teil haben sich die Teammitglieder des Einbürgerungsprojektes gemeinsam mit den Kollegen*innen aus der Einbürgerungsbehörde mit dem Bundespräsidenten und seiner Frau zum Austausch getroffen.
Der Bundespräsident war nicht nur vom Engagement der Verwaltung und den ehrenamtlichen Einbürgerungslotsen beeindruckt, sondern lobte gleichzeitig die gute Zusammenarbeit zwischen diesen.

„Diese gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit hat sich in den letzten sieben Jahren stetig aufgebaut. Dies geschieht nicht von heute auf

morgen. Es ist ein ständiger Prozess, an dem wir gemeinsam weiter arbeiten“ so Tülin Akkoç, Leiterin des Projektes. Auch die Hürden beim Ausbürgerungsprozess, welche auf Grund der aktuellen Gesetzgebung in vielen Fällen notwendig ist, wurden bei diesem Gespräch angesprochen.

Das Einbürgerungsprojekt „Ich bin Hamburger!“, welches im April 2010 startete, ist ein kultur- und herkunftsübergreifendes Projekt der Türkischen

Gemeinde Hamburg und Umgebung e.V. (TGH) und begleitet die Einbürgerungsimagekampagne Hamburg. Mein Hafen. Deutschland. Mein Zuhause. der Stadt Hamburg (BASFI) und die Briefoffensive des Ersten Bürgermeisters seit Ende 2011. Es ist ein kostenloses und

niedrigschwelliges Beratungs- und Begleitungsprojekt, in dem hauptamtliche Kollegen_innen sowie über 60 ehrenamtliche Einbürgerungslotsen aus über 20 verschiedenen Herkunftsländern Einbürgerungsinteressierten beim Einbürgerungsprozess unterstützen.

In Hamburg sind im vergangenen Jahr insgesamt rund 5.600 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit eingebürgert worden. Damit hat Hamburg die höchste Einbürgerungsquote aller Bundesländer. Mit 813 Einbürgerungen im Jahr 2017 liegt Afghanistan noch vor der Türkei (rund 500 Einbürgerungen)

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Gedenken an Ramazan Avcı

TGH-Pressemitteilung

Hamburg, 18.12.2017

 

Am Donnerstag, den 21. Dezember erinnert die Türkische Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. an ein schreckliches Ereignis vor 32 Jahren. Am 21.12.1985 wurde der damals 26-jährige Ramazan Avcı, sein Bruder und ein Freund von einer Gruppe rechtsextremer Skinheads grundlos angegriffen und brutal zusammenge-schlagen. Ramazan Avcı verstarb drei Tage später am Heiligen Abend an den Fol-gen seiner Verletzungen und hinterließ seine hochschwangere Frau. Diese Tat hat für großes mediales Aufsehen gesorgt und einer Frau ihren Mann, einem Ungebo-renen den Vater und einer Familie ihren Sohn genommen. Wir verneigen uns im Andenken an Ramazan Avcı.

Eine Reaktion auf dieses rassistisch motivierte Verbrechen war die Gründung des Bündnisses Türkischer Einwanderer, aus dem heraus sich im Laufe der Jahre dann die Türkische Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. (TGH) konstituierte. Zum Andenken an Ramazan Avcı wurde im Jahr 2012 auf Betreiben der TGH und ande-rer Akteure und Initiativen der Landwehrplatz in Ramazan-Avcı-Platz umbenannt und ein Gedenkstein aufgestellt.

Gedenken an Ramazan Avcı

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Pressemitteilung der TGH zum: Internationalen Tag der Migranten

TGH-Pressemitteilung

Hamburg, 14.12.2017

 

Im Jahre 2000 haben die Vereinten Nationen (VN) den 18. Dezember zum Internationalen Tag der Migranten (International Migrants Day) ausgerufen. Hintergrund war die Verabschiedung einer Konvention zum Schutz der Rechte aller Migranten und ihrer Familienangehörigen am 18.12.1990. Die Konvention ist bislang jedoch erst von 34 Staaten weltweit anerkannt und ratifiziert worden. Sie verlangt von den Unterzeichnern die Anpassung nationaler Schutzmechanismen für Geflüchtete und Migranten an internationale Standards, worunter u. a. auch die Verhinderung des Missbrauchs und der Ausbeutung von Wanderarbeitern fällt.

Nie zuvor in der Menschheitsgeschichte gab es so viele Migranten wie heutzutage. Die VN zählte im Jahr 2015 weltweit 244 Mio. Migranten und in 2016 verzeichnete sie ca. 66 Mio. Flüchtlinge. Unter dem Eindruck dessen muten die Flüchtlingszahlen, die seit zwei Jahren nach Europa drängen und die Europäische Union an den Rand ihrer Solidaritätsbereitschaft brachte, doch als sehr gering und unbedeutend an. Die Auswirkungen der Fluchtbewegungen auf die gesellschaftlichen und politischen Debatten in Deutschland müssen ebenfalls unter dieser globalen Größenordnung sehr kritisch betrachtet werden.

Die Türkische Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. (TGH) möchte einerseits auf die Bedeutung des Internationalen Tages der Migranten hinweisen. Als sog. Migrantenselbstorganisation versucht sich die TGH in die Debatten und Diskussionen um aktuelle Fluchthemen einzubringen und in Form von Projekten ihren Teil dazu beizutragen, die neu in Deutschland Angekommenen möglichst schnell zu integrieren. Dabei möchte die TGH ihre eigenen Migrationserfahrungen den Geflüchteten zur Verfügung stellen und darauf hinweisen, dass die möglichst schnelle Teilnahme am Arbeitsmarkt die zentrale Voraussetzung für eine gelungene Integration darstellt: Integration durch Partizipation am Arbeitsmarkt.

Nach Aussagen von Wirtschaftsverbänden beklagt die deutsche Wirtschaft im Jahr 2017 ca. 900.000 offene Facharbeiterstellen; unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung ohne externen Zuzug prognostizieren die gleichen Verbände bis zum Jahr 2050 sogar einen Überschuss von bis zu 9 Mio. offen Facharbeiterstellen. Unter dem Eindruck dieser Zahlen möchte die TGH darauf verweisen, Migration und Flucht nicht immer nur als Belastung, sondern auch gerade für eine alternde Gesellschaft als Chance zu sehen. Die Existenz von ca. 40.000 KMU, die von Türkischstämmigen gegründet wurden und die mit 60 Mrd. Euro zum deutschen BIP und einer prosperierenden Wirtschaft beitragen, hat am Beginn der türkischen Arbeitsmigration in den 1960er Jahren niemand vorhergesehen.

Die finanziellen Belastungen, die Deutschland seit zwei Jahren schultert und die die TGH als sehr große Geste der Deutschen anerkennt, diese „Kosten“ müssen letztlich als Investitionen in die Zukunft dieses unseres Landes gesehen werden. Wirtschaftlich ist Migration ein sehr bedeutender Faktor und die Summe aller Transferzahlungen von Menschen mit Migrationshintergrund in ihre Heimatländer wird auf mehrere Hundert Mrd. Euro jährlich geschätzt und übersteigt somit deutlich die Summe der weltweit geleisteten Entwicklungshilfe.

In dieser kostenlastigen Diskussion kommt nach Ansicht der TGH ein ganz wichtiger Faktor viel zu kurz. Die positiven Auswirkungen von Migration und Flucht als Brücke für die Völkerverständigung, die in monetären Größen kaum erfassbar sind.

Der Vorstand der Türkischen Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V.

Pressemitteilung der TGH zum: Internationalen Tag der Migranten

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TGH gratuliert zum islamischen Opferfest (Kurban Bayramı)

TGH-Pressemitteilung

Hamburg 29.08.2017

Das islamische Opferfest (türk. kurban bayramı) ist das höchste Fest im islamischen Feiertagskalender. Das Opferfest wird am Ende der Wallfahrt nach Mekka (hac) ge-feiert und erinnert an den Propheten Ibrahim, den Stammvater Abraham, auf den sich Judentum, Christentum und Islam gleichzeitig beziehen; es dauert dieses Jahr vom Vortag (arefe) des 31. August bis zum 04. September 2017.

Das Fest erinnert an die Bereitschaft Ibrahims auf Geheiß Gottes seinen jüngeren Sohn Isaak zu opfern, womit Gott den Glauben Abrahams auf eine harte Probe stell-te. Anstelle des Sohnes wird am Ende ein Widder geopfert und in Andenken an dieses Tieropfer, schlachten am Opferfest viele Muslime Tiere und verteilen das Fleisch unter Verwandten und Bedürftigen.

Die Türkische Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. (TGH) gratuliert allen Muslimen zum heiligen Opferfest. Die TGH möchte aber auch herausstellen, wie diese Erzählung zeigt, inwiefern sich Christen, Juden und Muslime doch nahe ste-hen und das islamische Opferfest auch über die Kulturen und Religionen hinaus als Fest des Friedens, der Kooperation und des Dialogs gelten kann.

Der Vorstand der Türkischen Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. (TGH)

TGH gratuliert zum islamischen Opferfest (Kurban Bayramı) – PDF

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Tag des Sieges (Zafer Bayramı) am 30. August

TGH-Pressemitteilung

Hamburg 24.08.2017

Am 30. August jeden Jahres wird in der Türkei der Tag des Sieges (Zafer Bayramı) gefeiert. Die Symbolik des 30. August resultiert aus einem strategisch wichtigen Sieg der türkischen Befreiungsarmee im türkisch-griechischen Krieg am 30. August 1922 in der Schlacht von Dumlupınar in der westanatolischen Provinz Kütahya.

Die unter dem Oberbefehl von Mustafa Kemal Pascha (dem späteren Atatürk) ste-hende türkische Befreiungsarmee konnte nach diesem militärischen Sieg recht schnell bis an die Ägäisküste vordringen und schon am 09. September 1922 die Hafenstadt Izmir (antike Stadt Smyrna) aus den Händen der griechischen Armee befreien. Für den Gründungsmythos der modernen Republik Türkei besitzt diese Schlacht in Dumlupınar und die spätere Eroberung von Izmir eine zentrale Bedeu-tung.

Die türkische Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. (TGH) gedenkt zum An-lass dieses wichtigen Feiertags an die Souveränität des Landes. In Anbetracht der aktuellen deutsch-türkischen Beziehungen möchten wir allerdings umso mehr in Erinnerung rufen, was der Gründer der Republik Türkei, Mustafa Kemal ATATÜRK, einmal sagte: „Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt !„.

Der Vorstand der Türkischen Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. (TGH)

Tag des Sieges (Zafer Bayramı) am 30. August – PDF

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TGH ist Teil des Bündnisses Hamburg zeigt Haltung

Pressemitteilung

Hamburg, den 06.07.2017

Die Türkische Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. (TGH) ist Teil des breiten Bündnisses Hamburg zeigt Haltung (http://hamburgzeigthaltung.de/) von Persönlichkeiten und Organisationen aus der Zivilgesellschaft, Politik, Kultur und Kirchen, welches am 08. Juli 2017 zu einer großen friedlichen Demonstration im Rahmen des G20 Gipfels aufruft; im Anschluss soll ein friedliches Fest gefeiert werden.

In Zeiten des Klimawandels, globaler Migrations- und Fluchtbewegungen, grundlegender Gerechtigkeitsfragen, der Bekämpfung von Armut und Terrorismus usw. muss der bevorstehende Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 20 weltweit wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Hamburg als eine zentrale Plattform betrachtet werden. Die TGH teilt diese Bewertung absolut mit dem Bündnis Hamburg zeigt Haltung.

Die TGH möchte zum friedlichen Protest aufrufen, um den Staatschefs deutlich zu signalisieren, wie wichtig tragfähige und schnelle Lösungen bezüglich der großen Fragen unserer Zeit übergeordnet der jeweiligen Länderinteressen sind. Der Protest richtet sich aber auch gegen jüngste globale Krisen und Entwicklungen sowie gegen die Ereignisse in der Türkei, die die TGH mit großer Sorge beobachtet. Der Vorstand der Türkischen Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. (TGH)

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Feiertag des Andenkens an Atatürk, an die Jugend und den Sport am 19. Mai

Pressemitteilung

Hamburg, den 18.05.2017

Feiertag des Andenkens an Atatürk, an die Jugend und den Sport am 19. Mai

Der 19. Mai ist ein offizieller Feiertag in der Türkei mit wichtiger Symbolik. Dieser Tag gilt zum Gedenken Atatürks und wurde durch Gesetzesbeschluss im Jahr 1938 zum Feiertag für Jugend und Sport deklariert. An diesem Tag im Jahre 1919 brach Mustafa Kemal Atatürk von Istanbul nach Samsun auf, um den türkischen Befreiungs- und Unabhängigkeitskrieg gegen die fremde Besatzung und die wirtschaftliche Bevormundung durch westliche Staaten zu beginnen. Der erfolgreiche Sieg dieses Krieges endet 1923 mit der Gründung der souveränen Republik Türkei sowie dem Beginn der Demokratisierungsreformen für eine Gesellschaft, die über hunderte von Jahren durch eine religiös geprägte Monarchie geführt wurde. Darüber hinaus kann dieser Tag auch symbolisch dahin gehend bewertet werden, dass an diesem Tag der Offizier und Soldat Mustafa Kemal Atatürk als politische Figur in die Weltgeschichte eintrat. Die türkische Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. (TGH) gedenkt zum Anlass dieses wichtigen Feiertags der demokratischen Werte sowie der Souveränität der Türkei, die in dieser schwierigen Zeit auf die Probe gestellt werden. Wir sind überzeugt davon, dass wir uns aufgrund der Ereignisse im Nahen Osten und der Umbrüche in der Region mehr denn je in Erinnerung rufen sollten, wie bedeutend die natinale Einheit und das Zusammenleben in einem funktionierenden Gemeinwesen für einen Staat und eine Gesellschaft sind.

Der Vorstand der Türkischen Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. (TGH)

Feiertag des Andenkens an Atatürk, an die Jugend und den Sport am 19. Mai – PDF.