Bevölkerungs-Statisktik

Zum ersten Mal hat das Statistikamt Nord eine Sonderauswertung aus dem Melderegister zur Bevölkerung mit Migrationserfahrung oder -hintergrund nach Stadtteilen durchgeführt.

In Hamburg lebten demnach Ende 2009 insgesamt rund 487.000 Menschen mit Migrationshintergrund, das sind 28% aller EinwohnerInnen. Ca. 231.000 von ihnen haben die deutsche Staatsangehörigkeit, 139.000 sind eingebürgert und 76.000 Aussiedler. Hinzu kommen 42.000 Kinder, die in Deutschland geboren wurden, somit keine eigene Migrationserfahrung haben, denen aber durch einen oder beide Elternteile ein Migrationshintergrund zugeordnet wird.

Der größte Anteil von Personen mit Migrationshintergrund leben mit fast 43% in Hamburg-Mitte, in Hamburg-Nord hingegen nur 22%.

In Billstedt, Wilhelmsburg und Rahlstedt leben die meisten Menschen mit Migrationshintergrund. Die höchten Anteile an der Bevölkerung im Stadtteil finden sich auf der Veddel und in Billbrook mit mehr als zwei Dritteln. Vergleichsweise wenige Personen mit Migrtionshintergrund leben dagegen in den Stadtteilen der Vier- und Marschlande (mit Ausnahme von Allermöhe), in denen sie deutlich unter 10% der Bevölkerung ausmachen.

Interessant ist der Anteil in den verschiedenen Altersgruppen. So haben nur etwa 12% der HamburgerInnen über 65 Jahre einen Migrationshintergrund, aber fast 43% der unter 15-jährigen. Weniger als ein Viertel der Kinder mit Migrationshintergrund hat selbst nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Unter den Personen mit Migrationshintergrund im erwerbsfähigen Alter (15 - 64 Jahre) haben hingegegen fast 54% keinen deutschen Pass. Bei den über 65-jährigen ist der Ausländeranteil an den Menschem mit Migrationshintergrund mit 48% wiederum etwas geringer.

Die mit Abstand wichtigsten Herkunftsländer der in Hamburg lebenden Menschen mit Migrationshintergrund sind die Türkei (19%) und Polen (11%). Besonders viele Personen mit Wurzeln in der Türkei wohnen im Bezirk Hamburg-Mitte, dort haben fast 12% der Bevölkerung die Türkei als Bezugsland, hamburgweit sind es gut 5%. Eine Hochburg der aus Polen stammenden Bevölkerung ist der Bezirk Bergedorf; dort haben fast 6% der EinwohnerInnen Polen als Bezugsland. In ganz Hamburg sind es gut 3%.

Weitere für Hamburg wichtige Bezugsländer sind Russland (bes. in Lohbrügge, Bergedorf, Rahlstedt und Neugraben-Fischbek), Afghanistan (hauptsächlich in Billstedt), Kasachstan, Iran, Serbien, Portugal, Ghana, Italien und Griechenland.

 

Den kompletten Bericht finden Sie unter folgendem link:

http://www.statistik-nord.de/uploads/tx_standocuments/SI_SPEZIAL_V_2010_01.pdf

Download: si_spezial_v_2010_01.pdf
19.09.2010

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